Mustersanierung

Volksschule Brixlegg

Die KEM Alpbachtal übernimmt die komplette Förderabwicklung für die Sanierung der Volkschule in Brixlegg.

Die Sanierung wird im Rahmen des Programmes "Mustersanierung" durchgeführt. Dies ist die höchst mögliche Förderkategorie des Bundes für Sanierungsmaßnahmen an alten betrieblichen Bestandsgebäuden.

Mehr Informationen zur Mustersanierung sowie Best Practice Beispiele finden Sie hier.

Für Mustersanierungen von öffentlichen und betrieblich genutzte Gebäude in Klima- und Energiemodellregionen stehen Sondertöpfe zur Verfügung. Die Einreichung ist zwar komplex, aber dafür die Chance für einen positiven Förderbescheid sehr groß. Wenn Sie Interesse an einer Mustersanierung haben, z.B. auch für Tourismusgebäude, hilft Ihnen das KEM Management gerne weiter.

Projektbeschreibung

Sanierung der Volkschule Brixlegg, Baujahr 1966

Ziel

Erreichen einer maximalen Sanierungsqualität unter Wahrung eines angemessenen Kostenrahmens. Für die SchülerInnen und LehrerInnen soll eine perfekte Lern- und Arbeitsatmosphäre nach modernsten Kriterien sichergestellt werden. Wahrnehmen der Vorbildfunktion als KEM-Gemeinde für „State-of-the-Art“-Sanierung im Gebäudebereich zur Erreichung der Energieziele.

Geplante Aktivitäten

  • Reduktion des HWBSK von 163 kWh/m² auf 15 kWh/m²
  • Gesamtenergieeffizienz-faktor fGEE 0,57
  • Umstellung der Ölheizung auf eine Pelletsanlage mit österreichischem Umweltzeichen
  • Errichtung einer 42 kWp Photovoltaikanlage am sanierten Dach
  • Beleuchtungskonzept mit LED-Beleuchtung mit tageslichtabhängiger Steuerung
  • Verschattungssysteme zum Schutz vor sommerlicher Überhitzung ohne technische Kühlgeräte
  • Fenstertausch und Einbau von Lichtkuppeln
  • Einbau von 3 zentral gesteuerten Lüftungsgeräten mit Wärme- und Feuchterückgewinnung (KWL)
  • Aussenwanddämmung mit 20 cm Steinwolle
  • Ladestationen für E-Bikes
  • Integration des Energieverbrauchsmonitoring in verschiedene Schulprojekte (z.B. Klimaschulen)

Zur Förderung eingereichte Maßnahmen

  • Planungskosten
  • Dämmung (Aussenwände, Decken, erdanliegende Böden)
  • Tausch der Fenster und Türen
  • Verschattung
  • Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Beleuchtungsoptimierung (LED)
  • Photovoltaikanlage – 42 kWp
  • Heizungsoptimierung
  • Kesseltausch Heizanlage: „Öl raus – Pellets rein“
  • EnergieVerbrauchsMonitoringsystem (EVM)

Was bringt's der Umwelt?

Heizwärmebedarf

  • vor der Sanierung: 165 kWh/m²
  • nachher: 15 kWh/m²

Einsparung

  • vor der Sanierung: Die CO2-Emissionen der bestehenden Ölheizung belaufen sich auf > 103 Tonnen/Jahr.
  • nachher: Durch die Umstellung auf eine moderne Pelletsanlage und den reduzierten HWB rechnen wir mit jährlichen Emissionen von nur mehr 1,14 Tonnen CO2. Das ergibt eine CO2-Reduktion von 99 Prozent.

Berechnungen: KEM Alpbachtal, Grafik: Energie Tirol

Was bringt's wirtschaftlich?

Förderquote von 38 %.

Trotz Mehraufwand für die Mustersanierung und Umstellung der Heizanlage auf Pellets, ergibt sich eine Ersparnis von rund 186.000 EUR gegenüber des bisherigen Plans mit Beibehaltung der Ölheizung.

Heizkosten

  • vor der Sanierung: 24.000 EUR jährlich für Heizöl El
  • nachher: 1.500 EUR für Pellets - das ergibt eine jährliche Einsparung von 22.500 EUR

Berechnungen: KEM Alpbachtal, Grafik: Energie Tirol