Photovoltaik

Im April 2022 wurde die Photovoltaikförderung des Bundes umstrukturiert. Die bisherige Förderung über den Klima- und Energiefonds, welche ganzjährig angesucht werden konnte, ist seit Anfang April ausgeschöpft.

An ihre Stelle tritt die Investitionsförderung im Rahmen des neuen Energie-Ausbau-Gesetz (EAG). Das Förderbudget wurde vervierfacht, die Antragsmöglichkeiten verdoppelt, die Fördersätze angehoben und die Kombinierbarkeit mit Landesförderungen ermöglicht.

Die Investitionsförderung für PV-Strom und Speicher wird in Zukunft nur mehr über die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG beantragt. Gefördert wird die Neuerrichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen und die damit verbundene Neuerrichtung von Stromspeichern. Nach der derzeitigen gesetzlichen Ausgestaltung ist keine Mindestgröße für die Erweiterung einer PV-Anlage definiert.

Es gibt im Jahr 2022 vier Fördercalls für unterschiedliche Projektkategorien:

  • 21.04. - 19.05. für Kat. A, B, C, D

  • 21.06. - 19.07. nur für Kat. A und B

  • 23.08. - 15.11. für Kat. A, B, C, D

  • 18.10. - 29.11. für Kat. A, B, C, D

Start der "Beantragungsfenster" ist jeweils um 17:00 Uhr. Achtung - es gilt das Windhundprinzip, sprich "first-come-first-served"!

Eingereichte PV-Anlagen werden in 4 Kategorien mit unterschiedlichen Fördersätzen eingeteilt:

  • Kategorie A: 1 bis 10 kWp (285 €/kWp)

  • Kategorie B: > 10 kWp bis 20 kWp (250 €/kWp)

  • Kategorie C: > 20 kWp bis 100 kWp (180 €/kWp)

  • Kategorie D: > 100 kWp bis 1.000 kWp (170 €/kWp)

Innovative PV-Anlagen können einen Zuschlag von 30 % auf die Fördersätze erhalten. Dies gilt für gebäudeintegrierte PV, schwimmende PV, PV als Parkplatzüberdachung bei mind. 10 Stellplätzen (auch Fahrräder), PV an Lärmschutzwänden und Staumauern sowie für Agri-PV.

ACHTUNG! Antragstellung VOR rechtsverbindlicher Bestellung von Anlagenteilen!

Ablauf des Förderantrags für den "EAG-Investitionszuschuss":

Dafür benötigte Daten:

  • Name d. Förderwerbers, E-Mail

  • Anlegen eines Passworts

  • Angabe der Antragsart

  • Zählpunktbezeichnung, welcher vor Antragseinreichung beim Stromversorger beantragt werden muss. z.B. TINETZ für TIWAG-Kunden, Stadtwerke Wörgl

  • Geplante Leistung der PV in kWp

Schritt 2: Förderantrag abschließen

Erst frühestens 18 Stunden nach der Ticketziehung ist es möglich, die personen- und projektbezogenen Daten zu vervollständigen. Die Frist für diese Dateneingabe beträgt nach dem Bestätigungsmail 7 Tage! Wird kein Förderantrag gestellt, erlischt das Ticket und es muss zum nächsten Termin neu eingereicht werden.

Wichtige Angaben für den Förderantrag sind u. a.:

  • Kostenaufstellung bzw. Angebot

  • PV-Leistung, Kollektorfläche

  • Nachweis des Netzzugangs (schriftliche Bestätigung des Netzbetreibers für die Vergabe des Einspeisezählpunkts)

  • alle Genehmigungen für die Errichtung

Schritt 3: Fördervertrag erhalten

Bei positiver Evaluierung wird der Fördervertrag für den Investitionszuschuss per E-Mail übermittelt.

Schritt 4: Endabrechnung des PV-Projekts

Spätestens 6 Monate nach dem Ende der Frist für die Inbetriebnahme müssen die Unterlagen zur Endabrechnung der OeMAG übermittelt werden. Die Frist kann einmal für 6 Monate verlängert werden.

Schritt 5: Auszahlung des Investitionszuschusses

Die Auszahlung des Investitionszuschusses erfolgt auf die im Antrag bekanntgegebene Bankverbindung. Alle benötigten Informationen werden im Vorfeld per E-Mail zugesandt.

Kombination mit der Landesförderung

Die EAG-Investitionsförderung ist voraussichtlich* mit der Landesförderung Photovoltaik kombinierbar. Vom Land Tirol erhalten Sie für Anlagen größer als 5 kWp, eine Förderung von je 1.000 €/kWp für den 6. und 7. kWp, also 2.000 € bzw. höchstens 50 % der förderbaren Kosten.

Die Abwicklung erfolgt im Rahmen der Wohnbauförderung. Für die Förderungsabwicklung ist das Formblatt F97 (Haustechnik Abnahmebestätigung) und der Auszahlungsbrief der Bundesförderung erforderlich. Für das Förderansuchen ist die jeweilige Bezirkshauptmannschaft zuständig.

*Anmerkung: Die Kombinierbarkeit ist zwar im EAG festgeschrieben, jedoch noch nicht endgültig von der Tiroler Landesregierung bestätigt.