Raus aus

Öl und Gas

Ob Pellets-, Wärmepumpenheizung oder Fernwärmeanschluss, der Heizungstausch zu einem zukunftstauglichen Heizsystem war noch nie so günstig.

Satte Förderbeträge sowohl von Land als auch Bund ausgeschüttet. 

Der Heizungstausch wird stark gefördert

Im Rahmen der Wohnbauförderung des Landes gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der förderbaren Kosten sowie einen Einmal-Bonus von 3.000 €. Darüber hinaus fördert der Bund den Heizungstausch mit 50 Prozent der Kosten bzw. höchstens 7.500 €. Einkommensschwache Haushalte werden sogar mit bis zu 100 Prozent unterstützt.

Ein Rechenbeispiel

Tausch hin zu einer Luftwärmepumpe: Kosten 22.000 €

Förderung des Landes Tirol: 25 % der Kosten plus Einmal-Bonus in Höhe von 3.000 €: 5.500 € + 3.000 € = 8.500 €

Förderung des Bundes: 50 % der Kosten bis maximal 7.500 €

Rechnung: 8.500 € + 7.500 € = 16.000 €

Das bedeutet in dem Rechenbeispiel eine Förderquote von 73 Prozent. Die selbst zu tragenden Gesamtkosten für den Tausch hin zu einer Wärmepumpe betragen somit 6.000 €. Zudem können die Investitionen steuermindernd geltend gemacht werden (siehe nächste Absatz).

Voraussetzung ist ein gültiger Energieausweis oder eine telefonische Energieberatung.

Der Weg zur Förderung

Bundesförderung Raus-aus-Öl

Landesförderung Tirol

Der Zuschuss für das klimafreundliche Heizsystem in Höhe von 3.000 Euro wird automatisch mitbeantragt. Zu beachten ist auch, dass die Rechnung nicht älter als 18 Monate sein darf und der Förderantrag erst nach Fertigstellung erfolgt. Zur Tiroler Wohnbauförderung.

Neu: Heizkesseltausch und thermische Sanierung als Sonderausgaben

Zusätzlich zu den Förderungen können seit 2022 thermische Sanierungen und auch der Heizkesseltausch von fossilen auf erneuerbare Energieträger als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Für den Heizkesseltausch können fünf Jahre lang jährlich 400 € geltend gemacht werden, für thermische Sanierungen sind es 800 € pro Jahr. Grundlage dafür ist die neue ökologische Steuerreform

Achtung! Voraussetzung ist, dass für die Maßnahme(n) Bundesförderung gewährt und diese erst nach dem 30. Juni 2022 ausbezahlt wurde! 

Einkommensschwache Haushalte werden mit bis zu 100 % unterstützt

Mit „Sauber Heizen für Alle“ gibt es seit eine besondere Förderung vom Bund für einkommensschwache Haushalte. Die Förderhöhe kann bis zu 100 % der Kosten für den Heizungstausch betragen. 

Einkommensschwache EigentümerInnen von Ein- oder Zweifamilienhäusern bzw. Reihenhäusern können die Unterstützung beantragen. Als einkommensschwach gelten jene Haushalte, deren monatliches Nettoeinkommen (Jahreseinkommen inkl. Sonderzahlungen geteilt durch zwölf) unter einem bestimmten Wert liegt. Im Einpersonenhaushalt sind das 1.454,- Euro, bei Mehrpersonenhaushalten erhöht sich diese Grenze je Erwachsenem um den Faktor 0,5 und je Kind um 0,3.

Mehr Informationen unter www.sauber-heizen.at

Der Fahrplan für den Ausstieg aus Öl und Erdgas

Fast 40% der Haushalte in Österreich heizen noch mit fossilen Energieträgern. Das sind rund 900.000 Gasheizungen und 600.000 Ölheizungen (Zweitwohnsitze nicht eingerechnet). Tirol besitzt dabei von allen Bundesländern mit 35 % den höchsten Anteil an Ölheizungen! (orf.at). So funktioniert der Ausstieg aus Öl & Gas:Seit 2020 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr in Neubauten installiert werdenSeit 2021 ist auch kein fossiler Heizungstausch mehr erlaubtAb 2025 müssen Ölkessel, die älter als 25 Jahre sind, verpflichtend gegen ein erneuerbares System getauscht werden.Ab 2025 sind im Neubau auch keine Gas-Neuanschlüsse mehr erlaubt!Ab 2035 sind Ölkessel in Österreich Geschichte!
Quelle: orf.at